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Statistik, 17.05.2012 203 Länder, 3062 Städte 376 Agenturen & Anbieter 5079 Angebote, 367 Erfahrungsberichte |
| Erfahrungsbericht von Anne M. | ||
| Vermittler/Organisation: | A'nF - Au Pair and Family | |
| Stadt: | Chicago | |
| Land: | USA | |
| Zeitraum: | März 2006 bis März 2007 | |
| Bewertungen: | ||
| Familie: | ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() |
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| Arbeit/Aufgaben: | ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() |
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| Betreuung: | ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() |
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| Leben: | ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() (1.0) |
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| Durchschnittsbewertung: | ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() |
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Bericht: |
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Dass ich nach meiner Schulzeit als Au Pair ins Ausland gehen wollte, stand für mich schon sehr früh fest. Ich liebe kleine Kinder und beschäftigte mich schon seit meiner eigenen Kindheit viel mit ihnen. Das high-school-year hat mich nie besonders interessiert, ich wollte lieber schnell die Schule hinter mich bringen. Als ich dann mein Abitur in der Tasche hatte, ging es sofort an die Planung. Ich hatte mich schon oft im Internet umgeschaut und wusste deshalb, dass ich einen Visumsantrag für die USA nur über eine Au Pair Agentur erhalten würde, die also musste als erstes gefunden werden. Grundsätzlich gab es genügend Agenturen, aber welche würde die richtige sein? Schließlich musste ich mich zwischen zwei Agenturen entscheiden, einer großen und einer kleineren. Als ich dann allerdings mitbekam, dass allen Orgas vom US State Department genau vorgeschrieben wird, was sie ihren Mädels anzubieten haben, habe ich mich auf mein Bauchgefühl verlassen und bin zur kleineren (übrigens auch sehr viel preiswerteren) Agentur gegangen, zu AnF. Was für ein Glück, denn AnF hat sich nicht nur vor der Ausreise, sondern auch während meines Amerika-Aufenthaltes um mich gekümmert. Das ging mit einem „Vorbereitungsmarathonwochenende“ in Berlin los, auf dem man uns von allen positiven aber auch negativen Seiten und Möglichkeiten eines Au Pair Aufenthaltes berichtet und uns praktisch und theoretisch in den Au Pair Alltag eingeführt hat, man andere Au Pairs kennen gelernt und spannende Erfahrungsberichte gehört hat und in der Ersten Hilfe für Babys und Kinder sicher gemacht wurde. All das, was ich an diesem Wochenende gelernt habe war, wie sich während meines Aufenthaltes später herausstellen sollte, absolut praxisorientiert und wirklich hilfreich und ist deshalb allen zukünftigen Au Pairs nur zu empfehlen. Kurz vor der Ausreise gab es dann noch ein pre-departure Training und ein Abschiedstelefonat. Dann endlich ging es am ersten Märzmontag los nach Amerika. Als ich in eisiger Kälte in der Eingangshalle vom Empire State Building stand konnte ich mein Glück kaum fassen, ich war in New York! Eine tolle Stadt, die mich seitdem nie mehr wirklich losgelassen hat und die ich deshalb noch mehrmals besucht habe. Übrigens auch, als einige Leute des AnF-Teams aus Berlin anreisten, um uns AnF- Au Pairs zum jährlichen Au Pair Treffen bei einem angesagten Chinesen einzuladen. Das fand ich schon witzig, dass man sich sogar vor Ort blicken liess und nach uns schaute. Die anderen Au Pairs aus meinem Cluster staunten nicht schlecht, als ich davon auf einem cluster meeting erzählte. Meine Gastfamilie allerdings lebte nicht in New York sondern in einer Kleinstadt in der Nähe von Chicago, in einem für amerikanische Verhältnisse kleinem Holzhaus, dafür aber auf einem unvorstellbar großen Grundstück mit eigenem See und Ruderboot und einer Schwanenfamilie, absolut idyllisch! Mein kleiner Schützling war ein süßer, beinah zwei Jahre alter Fratz, der mir schon in den ersten Wochen zu einem richtigen kleinen Bruder wurde. Auch meine Gasteltern waren extrem liebe Leute, die wie für mich geschaffen schienen. Wir waren uns in beinah allen Dingen einig, hatten den Arbeitsplan genau besprochen und ich musste eigentlich nur den kleinen Adam versorgen und bespielen. Bei Erziehungsfragen wie Fläschchen in der Nacht, Windeln oder Böckchenanfällen waren wir stets einer Meinung, was meine Beaufsichtigung wesentlich erleichterte. Nach drei Monaten zogen zwei weitere Au Pairs ganz in meine Nähe, so dass ich bei meinen Unternehmungen nicht allein war. Dies nämlich war der einzige Wermutstropfen bei meiner Gastfamilie: sie verbrachten ihre wenige Freizeit am liebsten zu Hause, von Ausflügen oder gar Reisen hielten sie gar nichts, eigentlich verständlich, denn sie hatten es ja auch wunderschön. Trotzdem war das nicht wirklich hilfreich, als ich anfangs ganz allein war und gerne mit Ihrer Hilfe Gleichaltrige kennen gelernt hätte. Das machte mir so zu schaffen, dass ich sogar an einen Familienwechsel dachte und dies auch AnF bei ihren regelmäßigen Anrufen mitteilte. AnF hörte geduldig zu, führte mir aber auch vor Augen, dass ich eine ganze Menge aufgeben würde, vor allem aber meinen süßen Adam und eine Familie, die mir doch eigentlich jeden Wunsch von den Augen ablas. Heute weiß ich, dass es gut war, dass man in Berlin nicht gleich einem Familienwechsel zugestimmt hatte, denn letztlich hatte ich einfach nur noch nicht den Mut, auch allein etwas zu unternehmen, hatte wohl auch Heimweh und wusste bei meinen noch nicht so grandiosen Sprachkenntnissen einfach nicht, wie es weitergehen sollte. So aber wurde es dann doch noch ein wunderbares Jahr , in dem ich ein tolles Land und liebe Menschen kennen gelernt habe, zu denen ich noch heute Kontakt habe. Mein Englisch ist tatsächlich perfekt und selbst meine Spanischkenntnisse konnte ich aktivieren . Heute weiß ich was ich will und kann mit den Höhen und Tiefen meines Alltags ganz gut umgehen. In diesem Sommer werde ich wieder zurückkehren und meine Familie besuchen, diesmal allerdings nicht als Au Pair, sondern als Praktikantin, denn los gelassen hat mich Amerika bis heute nicht. |
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