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Kindergarten Erfahrungsbericht

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Erfahrungsbericht von Agnes J.
Arbeit/Aufgabentitel: Kindergarten
Stadt: Quito
Land: Ecuador
Vermittler/Organisation: PRAKTIKAWELTEN - Freiwilligenarbeit, Work & Travel und Praktika weltweit
Zeitraum: August 2008 bis September 2008
Bewertungen:
Arbeitsinhalte:  (1.0)
Arbeitsbedingungen:  (1.3)
Leben:  (1.3)
Bezahlung:  (2.0)
Nutzen/Fun:  (1.3)
Durchschnittsbewertung:  (1.4)
Bericht:
Mich faszinierte die Idee in ein Land mit fremder Kultur und Sprache zu reisen, in dem der Druchschnitt der Bevölkerung sehr viel ärmer ist als in Europa. In der Begegnung mit Einheimischen wollte ich über Tradition und Geschichte des Landes lernen, mein Spanisch verbessern und im Kindergarten neue Erfahrungen sammeln.

Mein Projekt war super! Nach der Ankunft im Kindergarten begann der Tag, nachdem man erst einmal von allen Kindern gedrückt wurde, mit dem Zubereiten des Frühstücks für die Kleinen. Nach und nach wurden die Kinder von ihren Eltern oder Geschwistern zum Kindergarten gebracht. Einigen half ich dann beim Essen. Danach wurde gespielt und viel getanzt. Es ist ja beeindruckend, dass selbst die Kleinen schon die Salsarhythmik im Blut zu haben scheinen! Manchmal schauten wir uns auch zusammen ein Bilderbuch an. Die ganz kleinen waren in einem extra Raum untergebracht und machten dann schon einmal ein Nickerchen. Bei schönem Wetter konnten wir auch auf dem Hof zusammen spielen. Dann gab es Mittagessen, das im Kindergarten selbst gekocht wurde, manchmal konnte man auch bei der Zubereitung zur Hand gehen. Wieder wurde zum Essen animiert und beim Füttern geholfen und dann gab es ein Mittagsschläfchen. Danach begann die zweite Spielerunde und dann gings am Nachmittag wieder nach Hause.

Abends haben wir uns oft noch in der Stadt zuerst mit anderen Freiwilligen und später dann auch mit Einheimischen getroffen, um zu tanzen, ins Kino zu gehen oder einfach nur in einem Cafe zu sitzen. Außerdem bot die Sprachschule einen lustigen Salsakurs, sowie ein wöchentliches Kochen.

Ich war mit der Organisation durchweg zufrieden. Besonders gut fand ich die Infomappe mit den Hinweisen zu Impfungen und Reisevorbereitung.

Die Mitarbeiter vor Ort waren für mich jeder Zeit Ansprechpartner und standen mir immer zur Seite. Die Einführung des Teams vor Ort ganz hervorragend!
Besonders gefallen hat mir die ausgesprochen nette und liebevolle Art des Umgangs miteinander in der Sprachschule.

Ecuador ist ein faszinierendes Land, während einer Reihe von Ausflügen an den Wochenenden konnte ich viel von Land und Leuten kennen lernen. Ganz erstaunlich finde ich die Lebensfreude der Ecuadorianer, die doch oft so viel weniger haben als wir und trotzdem um Vieles glücklicher zu sein scheinen. Das fällt besonders bei den Kindern auf. Sie scheinen schon in so jungen Jahren unglaublich stark zu sein. Die Arbeit mit ihnen hat mir viel Freude gemacht. Der Sprachkurs war ganz hervorragend. Ich hätte nie gedacht wie viel man doch in vier Wochen lernen kann!

Ich kann jedem nur empfehlen solch einen Auslandsaufenthalt zu machen. Es ist für die Semesterferien (wie in meinem Fall) wunderbar geeignet und hilft vieles in Europa zu relativieren und einmal aus einer anderen Perspektive zu beobachten. Man lernt interessante und sehr unterschiedliche Leute kennen, findet neue Freunde, lernt eine neue Sprache und wird für viele Problemchen hier mit dem vielleicht mal wieder nötigen Maß an Gelassenheit versorgt.

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