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Brunel University Erfahrungsbericht

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Erfahrungsbericht von Caroline S.
Hochschule: Brunel University
Stadt: London
Land: England
Studiengang: diverse
Studienart: Design
Vermittler/Organisation: College-Contact.com
Zeitraum: Januar 2002 bis Juni 2002
Bewertungen:
Studieninhalte:  (2.0)
Studienbedingungen:  (0.7)
Leben:  (1.0)
Fun:  (2.0)
Kosten:  (2.0)
Nutzen/Referenz:  (1.0)
Durchschnittsbewertung:  (1.4)
Bericht:
Wenn man sich die Internetseite der Brunel University anschaut, bekommt man die Information, dass sich die Uni im Westen von London befindet. Besser gesagt: Die Universität befindet sich westlich von London, aber wirklich keineswegs in London. Der Campus ist eher klein und liegt wunderschön mit lauter alten Bäumen und jeder Menge Kaninchen und Eichhörnchen auf einem Hügel. Man braucht zu Fuß etwa eine halbe Stunde zum Bahnhof in Egham und mit der Bahn eine weitere halbe Stunde um in London Waterloo anzukommen. Mit anderen Worten: ohne Auto ist man dort wirklich aufgeschmissen, da das nächste kleine Städtchen Egham auch nicht gerade wirklich viele Möglichkeiten zum Schoppen, zum normalen Einkaufen oder eben für das abendliche Programm bietet... Um Brunel herum ist sehr viel Grün und gleich nebenan ist der Great Windsor Park, wunderschön und wirklich riesig. Zu Fuß kann man in ein wenig mehr als einer Stunde in Windsor sein und das Castle (und die Queen) begutachten. Mit dem Auto braucht man etwa 20 Minuten zum Flughafen Heathrow, von Brunel aus kann man auch seine über dem Campus startenden Flugzeuge bewundern und vor allem hören.

In Brunel studieren etwa 600 (?) Studenten, die alle auf dem Campus leben, etwa 15 Austauschstudenten aus Italien, Holland, Deutschland und Amerika, die ähnliche Kurse wie ich belegt hatten. Mit diesen Studenten hat man dann auch am meisten zu tun. Es gibt an der Brunel University noch sehr viel mehr ausländische Studenten, dann aber meist für einen längeren Aufenthalt von überall aus der Welt: Korea, Norwegen, Pakistan... Wenn man sich so einigermaßen auf Kurse festgelegt hat (am besten Ray Stroud um Rat fragen) sollte man, wenn man Computerkurse macht, sofort mehr Speicher beantragen, da die anfangs zugewiesene Menge kaum ausreicht. Um an die Sicherheitskarte mit der man nach 17 Uhr und auch am Wochenende in die Computerräume kommt zu beantragen, muss man in die Hauptverwaltung nach Uxbridge fahren. Dort fährt jeden Tag ein Bus mehrere Mal hin und auch wieder zurück. Die Computerkurse sind sehr gut, es lohnt sich wirklich! Meist dauern sie vier Wochen und dann lernt man ein neues Programm kennen. Die Universität ist sehr gut mit Rechnern ausgestattet, auf etwa 25 Rechnern läuft Alias, insgesamt gibt es etwa 50 PCs und etwa 20 Macs. Man kann auch drucken und bezahlt dann für einen DIN A3 Farbdruck 25 Pence, man kann aber auch ganze Plakate drucken. Die Farben werden allerdings bei manchen Druckern sehr dunkel. Eine DIN 4 Seite schwarz-weiß kostet fünf Pence. Der Designkurs (minimajor) war sehr interessant und ist auch wirklich zu empfehlen, wie bei uns ein normales Projekt, die Vorlesungen zu diesem Kurs sind sehr gut und man geht dann einmal in der Woche zur Konsultation, dem so genannten Tutorial mit etwa sechs anderen Studenten um über seine Arbeit zu sprechen. Die Professoren, aber auch die "Werkstattmenschen" und der Druckmeister sind sehr hilfsbereit und sehr nett, also wenn es ein Problem gibt einfach fragen! Es wird auch einmal pro Woche ein Englischkurs in Brunel angeboten.

Die Unterbringung funktioniert folgerndermaßen: Man bekommt an der Rezeption gleich ein Zimmer in einer sogenannten Hall zugewiesen. Das sind einzelne über den Campus verteilte Wohnhäuser in denen sich etwa zehn Studenten pro Flur eine Küche mit Kühlschrank und ein Badezimmer mit Toiletten, Duschen und Wanne teilen. Jedes einzelne Zimmer ist mit einem Waschbecken ausgestattet und alle zwei Wochen kann man die Brunel Bettwäsche wechseln gehen. Es gibt auch Doppelzimmer, aber man kann bei einer guten Begründung ohne Probleme das Zimmer wechseln. Jede Hall ist mit einem bestimmten Türcode ausgestattet, man braucht also ein gutes Zahlengedächtnis, wenn man nicht vor verschlossenen Türen stehen will. Da manche Halls mit Steckdosen aus dem Mittelalter ausgestattet sind, kann man sich im Sekretariat Adapter ausleihen, damit der normale englische Adapter funktioniert. Dort bekommt man auch gegen eine Leihgebühr von zehn Pfund eine englische Mehrfachsteckdose. Man kann sich im übrigen nicht im eigenen Zimmer föhnen (bis auf in der Refectory Hall) oder den Wasserkocher benutzen, da sonst die Sicherung rausfliegt und das ist teuer. Also bitte im Flur erledigen. Die Miete für das Zimmer beträgt £50 pro Woche. Man kann auf dem Campus für £1,60 Wäsche waschen und auch im Trockner trockenen lassen (riecht dann nicht mehr ganz so gut).

Mir hat es an der Brunel Universität wirklich sehr gut gefallen. Die Uni hat in England einen sehr guten Ruf. Das Studium dort ist allerdings auch sehr technisch und manchmal hat man den Eindruck, dass das Design durch all die Elektronik doch ein wenig zu kurz kommt. Die Ausbildung und die Betreuung dort sind aber wirklich sehr gut! Ich bin froh, dass ich dieses Auslandssemester gemacht habe. Man hat sehr viele verschiedene Menschen aus der ganzen Welt kennen gelernt, richtige Freundschaften geschlossen und viel Erfahrung gesammelt.

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