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Statistik, 17.05.2012 203 Länder, 3062 Städte 376 Agenturen & Anbieter 5079 Angebote, 367 Erfahrungsberichte |
| Erfahrungsbericht von Henrik D. | ||
| Hochschule: | Cardiff University | |
| Stadt: | Cardiff | |
| Land: | England | |
| Studiengang: | diverse | |
| Studienart: | Semester | |
| Vermittler/Organisation: | College-Contact.com | |
| Zeitraum: | September 2001 bis Juni 2002 | |
| Bewertungen: | ||
| Studieninhalte: | ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() (1.0) |
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| Studienbedingungen: | ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() |
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| Leben: | ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() |
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| Fun: | ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() (1.0) |
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| Kosten: | ![]() ![]() ![]() ![]() |
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| Nutzen/Referenz: | ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() (1.0) |
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| Durchschnittsbewertung: | ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() |
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Bericht: |
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Das Nachtleben in Cardiff ist erstaunlich spaßig. Das erste, ich von Cardiff gesehen habe, als mich der Landlord an einem Samstag abend vom Bahnhof abgeholt hat, war die überfüllte High Street - ein Club oder Pub neben dem anderen, und Hunderte von Menschen auf der Straße. Besonders spannend wird es nach einem Rugby-Spiel, denn das Stadion steht mitten in der Stadt, und nach Spielende strömen 70.000 Menschen auf die Straße. Mir persönlich hat es im Barfly und im Welsh Club (der eigentlich Clwb Ifor Bach heißt, aber keiner wußte, wie man das ausspricht) gefallen. Im Erdgeschoß vom Welsh Club sind übrigens viele Austasuchstudenten, im zweiten Stock nette Konzerte. Und dann gibt es da noch die Student`s Union, das soziale Epizentrum. Hier finden in der Einführungswoche die Society- und Sports-Fair statt, d.h. alle Sportgruppen und Societies stellen sich vor und werben um Mitglieder. Außerdem kostet hier das Bier im Pub nur ein Pfund, und es ist eigentlich jeden Abend eine Party. Trotzdem bleibt das Ganze Geschmackssache, aber ausprobieren sollte man es auf jeden Fall. Ansonsten ist Cardiff schon eine schöne Stadt. Die Sehenswürdigkeiten hat man zwar an einem Tag abgeklappert (und besonders die Bay ist schrecklich), aber die Parks sind toll, besonders der Bute Park und der Roath Park. Und dann gibt es ja noch das Chapter Arts Centre, Penarth, usw... Von Wales selbst habe ich nur den Süden gesehen, aber der ist wirklich wunderschön, gerade in den Brecon Beacons, auf Gower oder in Pembrokeshire (in Fishguard gibt es ein tolles Hostel). Swansea und Newport, die nächsten Städte, lohnen sich dafür nicht wirklich. Ansonsten ist man mit National Express von Cardiff aus in drei Stunden in London, nach Bristol und Birmingham ist es auch nicht weit, und in fünf oder sechs Stunden ist man z.B. in Liverpool oder in Manchester. Für jeden Austauschstudent war es verpflichtend, sich für den „Spezialised English Course“ und die Vorlesung „British Society and Culture“ einzuschreiben. Der Englischkurs hatte zwar eher Mittelstufenniveau, und die Vorlesung war auch recht konfus, doch in beiden Veranstaltungen saßen nur Austauschstudenten, und somit war es eigentlich eine gute Chance, die anderen kennenzulernen. Ich habe mich dann noch für zwei Politikkurse angemeldet, die sich beide über das ganze Jahr erstreckt haben. Die bestanden jeweils aus einem zweistündigem Seminar und einer begleitenden Vorlesungen. Die Dozenten der Vorlesungen haben auch die Seminare geleitet. Die wiederum waren recht angenehm, denn mit nur 10 Leuten im Kurs läßt es sich ziemlich angenehm arbeiten. Ich habe für jedes Seminar ein Referat halten und zwei Essays schreiben müssen. Das Niveau war angenehm, und da die Gruppe so klein war, fiel es mir auch leichter, Englisch zu sprechen. Auch die Dozenten hatten viel Zeit und waren ziemlich nett. In der Einschreibungswoche gab es übrigens noch einen Termin, an dem sich alle Erasmus/Socrates-Studenten für Seminare, Übungen oder Sprachkurse in anderen Fachbereichen eintragen konnten, solange ihre Credits noch nicht aufgebraucht waren. Zusätzlich zu den Computern in der Bibliothek gibt es übrigens in der School of European Studies (also dort, wo die Politologen sitzen) noch zwei große Computerräume. Gewohnt habe ich nicht im Wohnheim, sondern in einer normalen WG. Das war zwar nicht wirklich günstiger, aber ich wollte schon immer mal in einem dieser roten Backsteinreihenhäuser mit Erker und Hinterhof wohnen. An der Uni, in der Student`s Union und in vielen Geschäften und Cafés an der City Road und der Cryws Road hängen Listen mit Wohnungen aus, die zu vermieten sind (Agenturen kassieren für die Vermittlung). Entweder meldet sich eine Gruppe von Leuten, die zusammenziehen möchte, oder der Landlord vermietet die Zimmer (meist vier) einzeln. So ist es auch bei mir der Fall gewesen. Die Zimmer sind möbliert (Bett, Schrank, Matratze), und auch sonst waren Küche und Bad komplett ausgestattet. Im Haus selbst waren wir eine Waliserin, ein Engländer und zwei Deutsche. Meine Mitbewohnerin, die ebenfalls aus Mainz kam, war im Sommer schon einmal nach Cardiff gefahren und hatte die Zimmer für uns beiden gemietet. Ich habe aber auch Austauschstudenten getroffen, die eine Woche vor Semesterbeginn nach Cardiff gekommen sind und ein Zimmer gesucht haben, und das ohne große Schwierigkeiten. Die besten Stadtteile sind meiner Meinung nach Cathays und Roath, besonders die Seitenstraßen der Cathays Terrace, der Cryws Road, der Albany Road und der City Road. Hier wohnen viele Studenten, und zur Uni ist es nicht so weit. Die Häuser werden aber um so teurer und verwohnter, je näher sie an der Uni liegen. Die Vorteile der WG waren natürlich, daß wir nur zu viert waren, viel Platz hatten, einen Garten, ein Wohnzimmer, und niemand von uns ist ein Erstsemester, also 18 Jahre alt gewesen. Zwar hat es in mein Zimmer geregnet und der Strom ist regelmäßig ausgefallen, wenn jemand das Küchenlicht ausgeknipst hat, aber ich hatte halt viel Glück mit meinen Mitbewohnern, wir konnten Partys feiern, hatten ein richtiges Telefon (großer Vorteil, wenn der oder die Liebste noch in Dtld. ist). Für ein Wohnheim spricht auf jeden Fall, daß nicht so aufwendig ist, ein Zimmer zu bekommen, da alles schriftlich läuft, und die Häuser liegen meist näher an der Uni. Am nettesten von den Wohnheimen, die ich gesehen habe, fand ich den Senghennydd Court , den dort waren die WG`s angenehm klein und die Küchen am gemütlichsten. Am schrecklichsten ist die University Hall. Zwar hatte man von dort einen netten Ausblick auf den Severn und die Bucht, aber auch nur, weil sich das Haus in irgendeinem weit entfernten Stadtteil auf einem Hügel befand. |
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