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Statistik, 17.05.2012 203 Länder, 3062 Städte 376 Agenturen & Anbieter 5079 Angebote, 367 Erfahrungsberichte |
| Erfahrungsbericht von Matthias S. | ||
| Hochschule: | Academia University | |
| Stadt: | Wolfsville | |
| Land: | Kanada | |
| Studiengang: | diverse | |
| Studienart: | Semester | |
| Vermittler/Organisation: | College-Contact.com | |
| Zeitraum: | September 2000 bis April 2001 | |
| Bewertungen: | ||
| Studieninhalte: | ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() (1.0) |
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| Studienbedingungen: | ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() (1.0) |
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| Leben: | ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() (1.0) |
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| Fun: | ![]() ![]() ![]() ![]() (2.0) |
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| Kosten: | ![]() ![]() ![]() (3.0) |
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| Nutzen/Referenz: | ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() (1.0) |
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| Durchschnittsbewertung: | ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() |
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Bericht: |
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Das kanadische MacLeans Magazine hat Acadia mehrmals in Folge als eine der besten Universitäten in Kanada ausgezeichnet (in der Kategorie „mainly undergraduate University“). Begründet wurde dies u.a. dadurch, dass Acadia als erste Universität in Kanada für alle Studenten einen Laptop angeschafft hat. Ein anderer Grund für das gute Abschneiden ist die Größe der Universität. Mit nur ca. 3500 Studenten ist die Universität sehr klein und die Klassenstärke entsprechend klein (durchschnittlich ca. 20-30 Studenten, keinesfalls mehr als 40 Studenten). Als erste Universität in Kanada hat Acadia alle Studenten mit einem Laptop ausgestattet. Die Laptops werden von der Uni gemietet, was sich durch eine ca. 1200 CAD höhere Studiengebühr als an anderen kanadischen Universitäten bemerkbar macht. Die komplette Universität ist zudem vollständig vernetzt, so dass in fast allen Klassenräumen sowie in der Bibliothek, den Fluren, etc.der Laptop angeschlossen werden kann. Wenn man die anfänglichen Sprachprobleme einmal überwunden hat, sind die Kurse meist recht einfach zu meistern. Einfach heißt hier, dass man nicht sehr viel ‚kapieren’, dafür aber umso mehr während des Semesters arbeiten muss. Zudem hatte ich den Eindruck, dass die meisten Professoren einen ‚Ausländerbonus’ vergaben und die Noten für die Austauschstudenten tendenziell besser ausfielen als bei gleicher Leistung von Kanadiern. Assignments (=Hausaufgaben), Präsentationen und ca. 2 Tests pro Semester und Fach lassen normalerweise keine Langeweile aufkommen. Aber keine Angst. Zum Feiern bleibt noch genügend Zeit übrig. Bei den meisten Kursen besteht außerdem Anwesenheitspflicht. Das bedeutet, dass ca. 5% der Note (= eine Notenstufe) durch pure Anwesenheit erarbeitet werden. Von diesen fünf Prozent wird je nach Anwesenheit (Abwesenheit) ein entsprechender Anteil abgezogen. In den Vorlesungen sind meist 20-40 Studenten. Die Zusammensetzung der Note kann je nach Fach sehr variieren. Eine typische Aufteilung ist aber z.B. 20/25/30/20/5 (4 assignment à 5/ midterm/final exam/term paper/attendance). Midterm: Zwischenprüfung nach ca. 4-6 Wochen Final: Prüfung am Ende des Semesters (z.T. auch nur über den Stoff eines halben Semesters) Assignments: Hausaufgaben, ca. 2-3 DIN A4 Seiten Term paper: Eine längere schriftliche Ausarbeitung eines Themas, das neben den Vorlesungen erstellt wird (ähnlich einer kleineren Seminararbeit, ca. 10-15 Seiten) Wie aus obigem Beispiel ersichtlich ist, stellen die eigentlichen Prüfungen nur einen geringen Anteil der Endnote dar. Im Gegensatz zu deutschen Unis muss man wesentlich kontinuierlicher arbeiten und wird auch mehr oder weniger zu seinem Glück gezwungen. Man arbeitet sehr viel in Gruppen (2-4 Studenten), die bereits in der ersten Woche für das restliche Semester festgelegt werden. Dadurch findet man sehr einfach Kontakt zu Kanadiern. Das erleichert wesentlich den Einstieg, da die Kanadier bereits wissen, ‚wie der Hase läuft’ und man dadurch seinen Arbeitsaufwand wesentlich besser dosieren kann. Wolfville hat ca. 3500 Einwohner und ca 4000 Studenten. Die meisten International Students kommen aus sehr exotischen Ländern wie den Bahamas, Solomon Islands, oder anderen Staaten in der Karibik, d.h Englisch ist mehr oder weniger auch deren Muttersprache. Wie überall auf der Welt sind natürlich auch noch einige Asiaten hier zu finden. Aus Europa selbst sind verhältnismäßig wenige Studenten hier. Das führt dazu, dass man (oder zumindest ich und die Leute, die ich kenne) automatisch fast nur echte Kanadier kennenlernt. Allgemein ist der Ort meiner Meinung nach sehr klein, dafür aber auch ideal, um Leute kennen zu lernen. Das Nachtleben in Wolfville ist leider auf 2 Pubs begrenzt: Das „Axe“ ist ein Pub, der direkt auf dem Campus liegt und das „Vil“ wird privat betrieben. Momentan geht aber das Gerücht um, dass demnächst ein weiterer Pub eröffnen wird (im April hat „Paddy’s“ eröffnet. Es ist ein Irish Pub mit einer sehr gemütlichen Atmosphäre und gutem selbstgebrauten Bier, lecker). Die Studenten sorgen allerdings auch selbst für etwas mehr Abwechslung, indem sie selbst organisierte „crawls“ veranstalten. Nachdem hier die meisten Studenten in eigenen Häusern wohnen weden kurzerhand 5 Häuser für einen Abend für einen Crawl reserviert und die Party kann beginnen. Conclusion, wie der Kanadier sagen würde: Ich hatte in während der acht Monate in Wolfville trotz der geringen Einwohnerzahl eine sehr gute Zeit. Man lernt in kürzester Zeit auch kanadische Studenten kennen, was in anderen Großstädten in Kanada oder USA sicherlich wesentlich schwieriger ist. Auch die Universität war für mich eine willkommene Abwechslung zum Massenbetrieb in Deutschland. Man lernt vielleicht weniger Theorie, dafür aber vielleicht ein paar anderere Dinge, die im späteren Berufsleben recht nützlich sein werden (Teamarbeit, Präsentieren, Verfassen von Berichten, ...). Allen, die nach Wolfville ghen, wünsche ich ein gutes und schönes Jahr voller neuer Erfahrungen! |
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