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University of Auckland Erfahrungsbericht

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Erfahrungsbericht von Arndt A.
Hochschule: University of Auckland
Stadt: Auckland
Land: Neuseeland
Studiengang: diverse
Studienart: Semester
Vermittler/Organisation: College-Contact.com
Zeitraum: Januar 2002 bis November 2002
Bewertungen:
Studieninhalte:  (1.7)
Studienbedingungen:  (1.3)
Leben:  (1.0)
Fun:  (2.0)
Kosten:  (3.3)
Nutzen/Referenz:  (1.3)
Durchschnittsbewertung:  (1.8)
Bericht:
Die Uni ist ungefähr so groß wie die von Freiburg, wichtig ist es, zu Anfang den Weg ins International Office zu finden die helfen einem bei allen Problemen. Im Normalfall sollte man vier Kurse pro Semester belegen – mehr ist nicht normal – obwohl ich sagen muss, dass man mehr machen kann, wenn man will. Wenn man in Auckland studiert ist eines wichtig immer zu bedenken: die Studenten zahlen für ihre Kurse! Es ist immer möglich, zu seinen Professoren und Tutoren zu gehen und um Hilfe zu bitten – man hat ein Anrecht darauf. Besonders wenn man Postgraduate – Kurse belegt, ist es normal und sogar erwünscht, dass man regelmäßigen Kontakt zu seinem Professor hält! An der Uni gibt es viele Clubs und Vereine für jede Art von Sport und Freizeitbeschäftigungen! Als Postgraduate an der Uni zu studieren ist klasse und lohnt sich auf jeden Fall!

Auckland ist eine schöne Stadt, aber keine Weltmetropole! Es gibt zwar ein Stadtzentum, aber das ist nicht allzu groß. Aber es gibt viele Dinge, die man sich anschauen kann und die Strände der Stadt sind eine angenehme Sache. Das Bussystem ist relativ schlecht, ein Auto ist empfehlenswert und auch um einiges günstiger zu haben als in Deutschland – ab 300$ aufwärts je nach Qualität und Jahreszeit (im Winter ist es billiger). Das Klima ist klasse! Auch wenn man durch Klimatabellen denkt, es würde nur regen kann ich sagen, dass es sich sogar im Juni noch lohnt an den Strand zu fahren, wenn es sonnig ist (das letzte Mal im Meer schwimmen war ich aber schon Ende Mai).

Die kurzzeitige Unterbringung hat sehr schlecht funktioniert! Die Uni hat einfach nicht genug Räume zur Verfügung, um alle Auslandsstudenten kurzfristig unterzubringen. Ich bin gleich wieder weggeschickt worden, als ich im Internationalen Studentenwohnheim (Railwaycampus) nach meinem Zimmer gefragt habe – zum Glück hatte ich zusätzlich ein Bett im Backpackers reserviert und hatte eine Bleibe für die Nacht. Das Accommodation Centre der Uni verschickt keine Zu- oder Absagen! Wenn man sich entschließen sollte, im Wohnheim zu wohnen, sollte man nicht damit rechnen, eine Antwort auf irgendeine Frage zu bekommen, die dorthin per mail geschickt wird – auf manche Anfragen wird reagiert, aber im Allgemeinen bekommt man keine Antwort. Ich habe den Fehler gemacht, ein Bett im Auckland Central Backpackers zu reservieren. Dieser Backpacker ist sehr “cool” und hat anbei bemerkt – eine nette Bar auf dem Dach, wo auch Kiwis hingehen, aber es ist nicht der richtige Ort zum schlafen, wenn man einen langen Flug hinter sich hat. Die Backpackers in Auckland sind nicht so wie Jugendherbergen in Deutschland! Die meisten Leute sind da um Party zu machen. Ich habe also die erste Nacht wach gelegen, weil direkt über mir Karaoke in erstaunlicher Lautstärke gesungen wurde. Mein Tipp: man sollte sich für die erste Nacht eine kleinen Backpacker suchen, die sind ruhiger und nach 36 Stunden im Flugzeug, ist man einfach müde – in allen großen, zentralen Backpackern hat man keine Garantie auf seinen Schlaf! Und man sollte vorher buchen– es kann durchaus auch passieren, dass alle Backpacker ausgebucht sind. Wie auch in Deutschland ist es sehr schwierig in Auckland ein Zimmer zu Beginn des Semesters zu finden. Alle Zimmer die ich mir in der ersten Woche angesehen habe waren entweder unzumutbar (und ich bin wirklich nicht pingelig!) sehr teuer, oder ich habe sie schlicht und einfach nicht bekommen! Deshalb habe ich den großen Fehler gemacht einen Vertrag im Railwaycampus (Internationales Studentenwohnheim) zu unterschreiben! Ich kenne genug Auslandsstudenten die ein Zimmer gefunden haben, es ist also möglich, etwas Schönes zu finden – man muss geduldig sein (was etwas schwierig sein kann wenn man an einem neuen Ort ist und gleichzeitig studieren, neue Freunde finden und Wohnungssuchen soll). Mir erschien es zu Anfang das beste zu sein einen Vertrag zu unterschreiben, weil ich dachte das es kein Problem wäre späer einen Nachmieter zu finden. Das war ein Irrtum! Der Railwaycampus hat seine Vorteile. Die Zimmer sind neu, es ist leicht Kontakte mit anderen Studenten zu knüpfen und man kann zu Fuss zur Uni gehen, aber er hat auch viele Nachteile: er ist im Vergleich sehr teuer, es nicht die “richtige Auslanderfahrung”, weil zum größten Teil Auslandstudenten hier leben und wenn man einmal einen Vertrag unterschrieben hat wird es sehr sehr teuer, wieder aus dem Vertrag zu kommen. Jeder sollte bezüglich dieses Ortes seine Entscheidung selbst treffen – ich kenne einige, die glücklich hier zu leben und mir ist es den Ärger und das Geld auch nicht wert, mich darum zu kümmern hier auszuziehen (immerhin wohne ich mit einer Kiwi zusammen…), aber wenn ich wieder vor der Entscheidung stehen sollte, würde ich mich immer dagegen entscheiden den Vertrag zu unterschreiben!

Auckland ist ein guter Ort zum Studieren und Leben! Aber mit einem normalen Vordiplom sollte man sich auf jeden Fall für Postgraduate Kurse einschreiben – da hat man einfach mehr davon. Die Erfahrung war es in jeder Hinsicht wert.

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