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Statistik, 17.05.2012 203 Länder, 3062 Städte 376 Agenturen & Anbieter 5079 Angebote, 367 Erfahrungsberichte |
| Erfahrungsbericht von Simona H. | ||
| Hochschule: | City College of New York | |
| Stadt: | New York | |
| Land: | USA | |
| Studiengang: | diverse | |
| Studienart: | Semester | |
| Vermittler/Organisation: | College-Contact.com | |
| Zeitraum: | August 2000 bis Januar 2001 | |
| Bewertungen: | ||
| Studieninhalte: | ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() |
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| Studienbedingungen: | ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() |
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| Leben: | ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() (1.0) |
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| Fun: | ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() |
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| Kosten: | ![]() ![]() ![]() ![]() |
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| Nutzen/Referenz: | ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() (1.0) |
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| Durchschnittsbewertung: | ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() |
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Bericht: |
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Ein College für \"Minderprivilegierte\" hatte ich mir anders vorgestellt. Wunderschöne historische Gebäude - wie die unvergessliche Shepard Hall - im Herzen von Manhattan (damals stand auch das WTC noch...). Sicherlich ist das CCNY nicht mit Columbia zu vergleichen, aber eine erschwingliche und lohnenswerte Alternative zu Ivy League ist es dennoch. Überdurchschnittlich motivierte und engagierte Lehrende und Studenten, eine gut ausgestattete Bibliothek, Zugang zu allen CUNY Campussen und vieles mehr. Auch mit geringen finanziellen Mitteln bietet \"City\" - wie es liebevoll genannt wird - umfassende Zusatzangebote wie z.B. Health Care, Counselling, Swimming Pool, Fitness-Center und Lesungen. Abgesehen davon erweitert es den eigenen Horizont ungemein, hin und wieder die einzige Kaukasierin in Sichtweite zu sein... Ich erspare euch die Big-Apple-Extase und versuche es mal mit handfesten - wenn auch vielleicht nicht mehr ganz aktuellen Informationen. Anreise: Ob man in JFK oder Newark landet spielt keine Rolle. In jedem Fall geht man schnurstracks zum nächsten Shuttle-Bus Service Center und fährt für ca. $20 direkt zur Wohnung oder zum Hotel. Das ist am schnellsten und am bequemsten. Für alles weitere holt man sich dann das monatliche Metro-Ticket (ca. $63) und kann so viel Bus und Subway fahren, wie man möchte. Zum Campus kommt man mit Subway Linie 1 oder 9, Station 137th Street - City College. Fussweg von der Subway-Station bis zum College: 3 Minuten. Geld und Bank: Es soll ja Lebenskünstler geben, die mit $1500 im Monat ausgekommen sind. Meine Meinung: völlig utopisch. Metro-Ticket kostet $63, Eintritt in Clubs/Discos $5-30, Wohnung ab ca. $500, Nahrung ca. $200, Telefon ca. $50-100 und Bücher nochmal ca. $50-100 - um nur einige Posten zu nennen. Es empfielt sich, vorher clever zu rechnen und zu sparen, wenn man erst mal in New York ist fällt das sehr schwer... (Kurs damals: 2,30 DM) Banktip: EC-Konto bei der Citibank eröffnen. In NYC gibt es Citibank-Filiale an jeder Ecke und man spart sich eine Menge Gebühren. Ansonsten: Legt den Reiseführer in die Ecke und schliesst euch den anderen Studenten an. Die kleinen Bars mit Live-Musik sind allemal interessanter, als die teuerste Nobel-Disco. Aber egal wo ihr hingeht - New York brennt sich sowieso in eure Seele. Es ist laut, dreckig, anstrengend und wimmelt von Ratten. Und trotzdem will man irgendwie immer wieder hin... Und dennoch, es gibt ihn - den Kulturschock. Es gibt auch oberflächliche, ignorante Amerikaner. Es gibt Frauenfreundschaften die erst durch Komplimente über Äusserlichkeiten zustande kommen (sehr gewöhnungsbedürftig). Es kommt vor, dass man als Europäer schlichtweg für dumm oder arrogant gehalten wird. Dass man nicht gleich für immer dort bleiben will, sondern seine Heimat auch ganz prima findet, stösst bei vielen Amerikanern auf Unverständnis. Und die Sache mit dem \"land of the free\" sollte man auch nicht allzu wörtlich nehmen (ich sage nur Alkohol, Zigaretten und FKK). Fazit: nicht alle aber einige Vorurteile sind wahr und Macken hat jeder. Auch man selbst. Es gab zwar keine Einführungswoche, aber da wir mit einem regulären Austauschprogramm (Universität Osnabrück) kamen, wurden wir ausgezeichnet betreut. Das zuständige Dekanat (Tom Harford sei Dank!) half bei allen Problemen und räumte jede bürokratische Hürde aus dem Weg. Trotzdem sind die ersten Tage (course registration/Immatrikulation) hektisch und anstrengend. Was man auf keinen Fall tun sollte: die work-load an Amerikanischen Universitäten unterschätzen. Ich hatte Seminare in Creative Writing (grad.), Media & Communication Arts (grad.), Web Design (ugrad), US History (grad) und Spanish (ugrad). Ein graduate Seminar heisst dabei durchschnittlich 3-6 Sekundärwerke, diverse Handouts mit mehr als 100 Seiten, 2-3 Referate und/oder Hausarbeiten - alles während des Semesters. Wenn ihr also auch noch etwas vom Leben haben wollt belegt auf keinen Fall mehr als 4 graduate Seminare! Zur Wohnsituation: Im wesentlichen heisst es Abstriche machen und realistisch sein. Private WG-Zimmer kosten schon ab $500 und im International House kostet ein Zimmer mindestens $800. Das College kann einem bei der Wohnungssuche nicht behilflich sein, also muss man mindestens 3 Monate vor Abreise mit der Internet-Recherche beginnen. Tips: www.csi.cuny.edu/housing/ www.thesublet.com www.roommatebbs.com www.easyrommmate.com http://village-voice.com. Es mag sein, daß Elizabeth Murray (emurray@pennclubny.org) noch WG-Zimmer ab $600 in Washington Heights vermietet - jedenfalls bin ich damals dort untergekommen. Keine Angst vor dem schlechten Ruf der Gegend (Dominikanisch, Puerto-Ricanisch), mir ist selbst nachts alleine nie etwas passiert. Auf was man sich dennoch einstellen muss, auch in \"feineren\" Stadtvierteln: andere Hygieneverhältnisse als hier in Deutschland, Lärm und Kakerlaken. Aber man ist ja nicht immer zum Lernen zu Hause... Wie sagt man so schön: ich würde es jederzeit wieder tun. Trotz einiger verdammt harter und deprimierender Tage war es unter\'m Strich ein unvergessliches Erlebnis. Der viel zitierte \"erweiterte Horizont\" oder auch die \"ganz neue Perspektive\" umschreiben nur sehr schwammig, was dort wirklich mit einem passiert. Just do it - and you\'ll know what I mean ;-) Ich für meinen Teil bin hundertprozentig sicher, dass ich es für den Rest meines Lebens bedauern würde, wenn ich nicht gegangen wäre. |
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