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Michigan State University Erfahrungsbericht

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Erfahrungsbericht von Jana N.
Hochschule: Michigan State University
Stadt: East Lansing
Land: USA
Studiengang: diverse
Studienart: Semester
Vermittler/Organisation: College-Contact.com
Zeitraum: Januar 1999 bis Januar 2000
Bewertungen:
Studieninhalte:  (1.0)
Studienbedingungen:  (1.3)
Leben:  (2.0)
Fun:  (2.0)
Kosten:  (2.7)
Nutzen/Referenz:  (1.3)
Durchschnittsbewertung:  (1.7)
Bericht:
Erst einmal zur Uni: Ganz tolle Bibliothek und für meine Fachbereiche sehr gute Professoren. Es gibt einen uralten, riesig großen Campus mit ganz viel Grünflächen (ein halbes Naherholungsgebiet). Prinzipiell kann ich das Angebot der MSU nur lobend erwähnen, denn eine Uni von einer Größe von ungefähr 40.000 Studenten bietet eine gewisse Vielfalt. Besonders gut hat mir der Campus der MSU gefallen, erstens ist er riesig groß und somit eine Stadt in der Stadt und zweitens ist er auch wie ein Park, sehr großflächig und wunderschön grün. Selbst ein Stückchen Wald gehört dazu, das direkt am Cedar River liegt und für Jogger einen idealen Streckenabschnitt bietet.

Zur Stadt kann ich nur sagen: East Lansing ist wirklich nicht der Hit: Ohne die Uni gäbe es East Lansing gar nicht!!!! Es gibt unzählige Angebote \"on campus\" (Kino, Sport etc). Kulturell kann man auf dem Campus einiges an Programm genießen. Jedes Wochenende von freitags bis einschließlich sonntags bietet der Campus Center (lokalisiert in der Wells Hall, direkt gegenüber des International Office & Food Court ) Filme an, die meistens relativ neu sind. Für Studenten, die auf dem Campus wohnen ist dieses Vergnügen kostenlos und für alle anderen kann man sich für ein Entgelt von 2$ seinen Platz sichern. Die Filme werden dort dann in Hörsälen gezeigt und generell kann man sich auch einiges in die Tasche stecken, wovon man allerdings absehen sollte, ist Alkohol mitzubringen, der ist nämlich strickt verboten und zwar auf dem gesamten Campus (einzige Ausnahmen sind „Superbowel“ Spiele oder ähnliche Großveranstaltungen)! Die MSU hat sogar ein eigenes Museum und ein Schmetterlingshaus, sowie ein paar Gewächshäuser, also für jeden Geschmack ist etwas dabei. Apropos Geschmack, wer gerne darauf verzichtet sich nur von „fast food“ zu ernähren, der kann in der Union im Untergeschoß in der „Union Station Cafeteria“ sehr gut und auch recht preiswert essen. Dies ist die einzige Möglichkeit ein Kantinenessen zu bekommen. Dort gehen zwar überwiegend die Professoren essen, aber ich habe mich davon nicht abschrecken lassen. Die MSU besitzt keine Mensa, es gibt aber die 2 fast food Ecken in der Union und im Food Court. Ansonsten gibt es aber noch andere Möglichkeiten, nämlich außerhalb des Campus sich in Restaurants zu beköstigen, einige (meistens etwas ab vom Campus) haben einen speziellen Mittagstisch für wenig Geld wie z. B. Asia House oder Korea House etc. Ab und zu finden auch Konzerte oder andere Aktivitäten (Fliesenmalerei, oder mexikanische Abende, um nur ein paar Beispiele zu nennen) entweder im Food Court oder in der Union (meistens kostenlos) statt. Informationen liegen in den jeweiligen Gebäuden aus und sind ersichtlich an den Plakatwänden vor dem Food Court. Klassischer Musik kann man sich auch widmen, Konzerte und Proben des MSU Orchesters sowie anderer Anbieter werden meistens im Wharton Center angeboten. Sonstige Großveranstaltungen finden aber meistens im Breslin Center statt, die jeweiligen Infos werden an der Informationstafel vor dem Center bekannt gegeben. Falls man sich Basketball oder Footballspiele anschauen möchte, kann man meistens noch kurzfristig Karten an der Abendkasse oder auf dem Schwarzmarkt vor dem Stadion ergattern. Für gewisse Spiele sollte man allerdings den Patriotismus der Amis kennen, da man für Endspielkarten schnell mal ein erheiterndes Angebot von 1000$ bekommen kann. Ich habe mir sagen lassen, daß man aber über das Internet eine gute Möglichkeit hat, an Karten zu gelangen. Manchmal kann man aber auch einfach hingehen und sich für die letzte Viertelstunde ins Stadion schleichen, dann wird nämlich nicht mehr kontrolliert... Verpassen sollte man auf gar keinen Fall die Gelegenheit bei einem wichtigen Spiel einfach mal über den Campus zu laufen. Dann kann man nämlich Zeuge eines äußerst interessanten Spektakels werden, es nennt sich „tailgaten“ und ist im Prinzip nichts anderes als ein großes Fest. Die Leute bringen ihre „Pickup Trucks“ auf den Campus und laden Sofas darauf, manchmal auch einen Grill und setzen sich dann zusammen. Einige bringen auch ihren Fernseher mit, weil nicht jeder eine Karte bekommen kann oder manche nicht so verrückt sind so viel Geld dafür zu bezahlen. Ansonsten bietet die MSU noch ein breitgefächertes Sportprogramm an, welches zum Großteil kostenlos genutzt werden kann. Sofern man in irgendwelcher Art Wettkämpfe mitmachen möchte, kann man sich bei Intermural Sports erkundigen. Dort werden alle gängigen Teamsportarten in Gruppen organisiert und an bestimmten Tagen wird gespielt, wenn man sich bereit erklärt ein gewisses Startgeld pro Team (ca. 20-30 $) zu zahlen. In den Sportgebäuden (IM) liegen aber auch Informationen über andere Angebote (von Geräteraum bis Schwimmbadöffnungszeiten) aus. Egal für welches Angebot man sich entscheidet, es ist immer ratsam seinen Studentenausweis dabei zu haben, da die meisten IM Gebäude ID Kontrolle machen. Seit den „riots“ gibt sich die Uni sehr viel Mühe mit ihrem Freizeitangebot und man muß nicht unbedingt den Campus verlassen, um am kulturellen Leben teil zu nehmen. Trotzdem ist es immer wieder nett auch außerhalb des Campus sich umzuschauen. Dort finden natürlich auch eine Menge Veranstaltungen statt, in den unterschiedlichen Kneipen spielen an bestimmten Tagen immer ein paar mehr oder weniger gute Bands („Harpers“, „Rick’s Cafe“ in East Lansing und „Blue Cayote“ in Lansing (es gibt einige Piano Bars, „Green Door“ & „Roadrunners“ beide in Lansing etc.).

Ich habe mir selbst eine Unterkunft gesucht, die mir gut gefallen hat. Die \"dormatories on campus\" sind aber wohl sehr unterschiedlich (sowohl gut als auch schlecht, insbesondere die \"undergraduate dorms\" )....

Stellt Euch auf ein erlebnisreiches Jahr ein, welches garantiert mit viel Arbeitsaufwand (unitechnisch gesehen) verbunden sein wird. Es war ein super Jahr, es hätte nicht besser sein können!!!!

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