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Statistik, 17.05.2012 203 Länder, 3062 Städte 376 Agenturen & Anbieter 5079 Angebote, 367 Erfahrungsberichte |
| Erfahrungsbericht von Benjamin N. | ||
| Hochschule: | University of Michigan | |
| Stadt: | Michigan | |
| Land: | USA | |
| Studiengang: | diverse | |
| Studienart: | Semester | |
| Vermittler/Organisation: | College-Contact.com | |
| Zeitraum: | September 2000 bis April 2001 | |
| Bewertungen: | ||
| Studieninhalte: | ![]() ![]() ![]() ![]() (2.0) |
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| Studienbedingungen: | ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() |
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| Leben: | ![]() ![]() ![]() ![]() (2.0) |
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| Fun: | ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() |
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| Kosten: | ![]() ![]() (4.0) |
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| Nutzen/Referenz: | ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() (1.0) |
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| Durchschnittsbewertung: | ![]() ![]() ![]() ![]() (2.0) |
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Bericht: |
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Die University of Michigan, eine große staatliche Uni, liegt in Ann Arbor, eine knappe Stunde Autofahrt entfernt von Detroit. Die University of Michigan (auch UofM genannt, www.umich.edu ) ist mit über 30.000 Studenten ziemlich groß. Der überwiegende Anteil (ca. 25.000) sind allerdings Undergrads. Die Uni beherrscht das Stadtbild, es gibt einen riesigen Campus mitten in der Stadt (genannt 'central campus'), Ingenieure sind etwas ausserhalb am 'north campus'. Die Uni ist sehr gut organisiert, man kann eigentlich nichts falsch machen und mich hat der ganze Laden auch noch nach Monaten immer wieder beeindruckt. Obendrein ist die Uni recht prestigeträchtig. Letztes Jahr gab es zwei Nobelpreistraeger, die Uni ist mit vielen Studiengängen in den Top ten der Rankings und (nur mal so als Beispiel) das Durchschnittseinstiegsgehalt für Absolventen der Business-School liegt bei über 100.000 US-Dollar. Es kommt sicherlich auf das Programm an, aber zumindestens bei mir (Organisationspsychologie) ging es von Anfang an ziemlich heftig zur Sache. Ich war in einem PhD-Programm, d.h. die Leute haben nach 4 Jahren dort ihren Doktortitel bekommen. Ich habe sehr viel gelesen, viele papers geschrieben (so was wie kleine schriftliche Hausaufgaben) die Klassen waren alle sehr klein (nie mehr als 10 Leute) und alle waren sehr, sehr stebsam. Die Bibliothek ist auch nachts noch voll und gerade am Anfang habe ich mir (notgedrungen) auch die ein- oder andere Nacht dort um die Ohren gehauen. Die Kurse waren auf jeden Fall super-spannend und die Professoren waren extrem hilfsbereit, offen und um die Studenten bemueht. Ich hatte fast das Gefuehl, dass sie mich mehr als Kollegen denn als Studenten angesehen haben. Da in meinem Programm ohnehin nur 5 Leute (incl. mir) eingeschrieben waren, hat man viele auch privat kennen gelernt oder wurde mal von Professoren zum Essen eingeladen. Ich glaube, gerade bei solchen Gelegenheiten habe ich am meisten gelernt. Als Graduate liegt der Hauptunterschied zu den Undergraduates darin, dass die Leute älter sind (undergrads sind idR. nicht älter als 21), dass die Programme wesendlich kleiner sind (kleine Klassen), dass es interessanter ist, man mehr Freiheiten hat (Undergrad ist fast wie Schule organisiert) und insgesamt ernster genommen wird. Undergrad schliesst man mit einem Bachelor ab, Gradschool mit einem Master oder einem PhD (=Doktortitel). Also nur Vorteile. Die Stadt wird von der Uni dominiert und bietet in etwa das, was es in Freiburg auch gibt. Von Zeit zu Zeit Konzerte, einige Kneipen, wenige Clubs. Insgesamt eher langweilig. Das meiste spielt sich abends auf diversen "College-Parties" ab. Meistens ziemlich wild und nicht selten kommt irgendwann die Polizei und macht dem Treiben ein Ende. Vielleicht liegt es daran, dass der Alkohol auf solchen Partys grundsaetzlich umsonst ist. Das Wetter ist auch aehnlich wie in Freiburg, im Sommer ist es noch lange sehr warm und schwuel und auch nachts kuehlt es nicht richtig ab. Der Winter ist auch sehr lang (Herbst und Fruehling gibt es irgendwie nicht) und ziemlich oede. Kalt, viel Schnee, viele Wolken und viel Regen. Genau, wie man es aus Deutschland kennt. Die Natur hat im mittleren Westen eher wenig zu bieten, es gibt keine Berge und ohne Auto ist auch der Weg zum Wasser ziemlich weit. Die Uni unterhält eine eigene Polizei, Tageszeitung, Bussystem, mehrere Fitnesstudios, Tennisplaetze, zwei Schwimmbaeder, eine Eishalle, ein Footballstadium mit ueber 100.000 Platzen etc. Einmal imatrikuliert kann man alles umsonst benutzen. Die Bibliothek ist rund um die Uhr geoeffnet, das gleiche gilt fuer die Computerpools. Es gibt Alles, was man zum fleissigen Studieren braucht, sogar einen Service, der kostenlos Eure Texte auf Rechtschreibfehler und guten Stil durchsieht und korrigiert. Staendig gibt es irgendwo umsonst Mittagessen, man kann umsonst Drucken etc. Mir hatte das German Department fuer die erste Nacht ein Motel besorgt. Aus Kostengruenden (ca. 50,- Dollar die Nacht) macht es Sinn, dort sofort wieder auszuziehen. Die Uni hat fuer weniger Geld Unterkuenfte, idealerweise habt Ihr schon irgendwas, wo ihr hinziehen koennt. Doppelzimmer sind in USA ueblich, in Deutschland wird viel darueber geredet, ich kann es im Nachhinein nur empfehlen. So lernt man am schnellsten Leute kennen, die Amerikaner sind in der Regel sehr umgaenglich, es ist billig und ausserdem ist es das, was alle Leute machen und wenn es ueberhaupt nicht klappt kann man notfalls immer noch ausziehen oder den "room mate" wechseln. Ich habe in einem sg. Coop gewohnt, eine der billigsten Wohnmoeglichkeiten in Ann Arbor. Das System funktioniert aenlich wie eine grosse WG. Viele Leute leben in einem Haus, es wird gemeinsam gekocht und gegessen (wenn man will), jeder macht irgend einen Job und meistens gibt es Abends irgendwelche Parties. Die Bewohner sind idR Undergraduates, d.h. eher juenger und im Vergleich zum Amerikanischen Durchschnitt oft relativ 'alternativ' eingestellt. Irgenwo gibt es von der Uni-Homepage auch einen Link zu der Coop-Homepage. Die Alternativen zum Coop sind Studentenwohnheime (sg. dorms). Recht teuer, vor allem wenn man ein Einzelzimmer will, aber recht leicht zu bekommen bzw. Auch schon von Deutschland aus zu organisieren. Der freie Wohnungsmarkt ist etwas komplizierter, meistens teilen sich ein paar Leute ein kleines Haus und hin und wieder werden zu Beginn des Semesters noch Mitbewohner gesucht. Die meisten Leute, mit denen ich gesprochen habe, haben gute Erfahrungen gemacht aber es erfordert wohl so etwa 1-2 Wochen an Organisation. Wohnngssuche entweder ueber Zettelchen an der Uni oder ueber's Internet. Insgesamt ist Wohnen in Ann Arbor fuer deutsche Verhaeltnisse unverschaemt teuer. |
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