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Arbeiten in Schweden

Warum Schweden?
Ein dünnbesiedelter Wohlfahrtsstaat oben im Norden Europas, da wo Luft und Wasser noch sauber sind und die Welt noch in Ordnung ist, ein Land, wie zum Auswandern geschaffen. Träumerei und Fehlurteile? Eigentlich nicht, denn zum überwiegenden Teil gilt das immer noch. Dennoch sollte man nicht vergessen, dass Schweden ein Abgabenstaat ist, dass dort 530.000 Ausländer leben und der Preis für die Wohlfahrt nicht gering ausfällt. Vom Einkommen bleiben einem nur etwa 40%.

Einreise
Um nach Schweden einzureisen, benötigen EU-Bürger weder Visum noch Einreisebewilligung, Ausweis oder Pass sind als Legitimation hinreichend.
Für eine Dauer von mehr als 3 Monaten allerdings wird eine Aufenthaltserlaubnis fällig, die man möglichst gleich beim schwedischen Einwanderungsamt („Statens invandrarverk“) bekommt. Hierfür muss eine Bescheinigung des schwedischen Arbeitgebers vorgelegt werden. Selbständige Unternehmer legen eine Gewerbemeldebescheinigung oder eine Eintragung im Handelsregister vor. Es erfolgt eine Befristung auf zunächst 5 Jahre, die dann jährlich verlängert werden kann.

Arbeitssuche und Arbeitsmarkt
Die Arbeitslosigkeit liegt offiziell bei rund 5%, wird allerdings mit weiteren 2 bis 3% von ABM-Stellen belastet. Um eine Stelle zu finden, wendet man sich möglichst an die staatliche Arbeitsvermittlung („Arbetsförmedlingen“). Dort sind auch spezielle Zeitschriften für Arbeitsuchende zugänglich. Die Suche funktioniert natürlich auch über die großen Tageszeitungen Dagens Nyheter, Svenska Dagbladet, Dagens Industri, Göteborgs-Posten, Sydsvenska Dagebladet sowie die entsprechenden Internetportale wie z.B. www.jobsuche-international.de oder www.stellenboersen.de.
Handwerk und Industrie, besonders die Baubranche, suchen ebenso Fachkräfte wie der medizinische Sektor. Im hochentwickelten IT-Bereich sind wie überall Spezialisten gefragt. Ebenso haben Köche, Bäcker, Lehrer und Wachdienstangestellte gute Chancen. Schwedische Unternehmen suchen nun auch über die deutsche Agentur für Arbeit nach passenden Mitarbeitern. Die Beherrschung der schwedischen Sprache ist unabdingbar, auch wenn man sich zu Anfang mit Englisch behelfen kann.

Sozialversicherung
Wer in Schweden arbeitet, wird mit Aufnahme der Beschäftigung auch versicherungspflichtig. Dazu ist eine Meldung bei der örtlichen Versicherungskasse mit Angabe des Einkommens und der Arbeitsstelle notwendig. Adressen und Telefonnummern der Filialen der Versicherungskasse findet man im Telefonbuch unter dem Stichwort „Almänna Försäkringskassa“).
Die Sozialversicherung finanziert sich durch Steuern und Sozialabgaben, wovon der größte Anteil der Arbeitgeber aufbringt.


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