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Warum die Schweiz?
Großartige Gebirgslandschaften, saubere Umwelt, unverhohlener Nationalstolz, Käsespezialitäten und ewiger außenpolitischer Frieden stehen für dieses Land hinter und in den Bergen. Aber auch ökonomische Vorteile können Ausländer reizen, in dieses Land zu kommen, z.B. eine Arbeitslosenquote, die seit Jahren Tiefstände feiert (Januar 2007: 3,2 Prozent).
Einreise
Wer als Arbeitnehmer aus den EU- bzw. EFTA (Europäische Freihandelszone) -Mitgliedsstaaten kommt und für eine Dauer von bis zu drei Monaten bei einem Arbeitgeber in der Schweiz arbeiten will, braucht keine Aufenthaltsbewilligung. Tätigkeit und Aufenthalt müssen aber online an die zuständige Behörde des jeweiligen Kantons gemeldet werden..
Aufenthalte von mehr als drei Monaten zwecks Erwerbstätigkeit unterliegen sind aber weiterhin genehmigungspflichtig. Nach der Ankunft in der Schweiz meldet man sich bei der Gemeindeverwaltung. Für die Beantragung einer Aufenthaltsbewilligung ist ein gültiger Reisepass oder Ausweis vorzulegen.
Nichtselbständige Arbeitnehmer müssen eine Arbeitsbestätigung ihres neuen Arbeitgebers vorlegen. Je nachdem, wie lange das Arbeitsverhältnis andauert, wird entweder eine Kurzaufenthaltsbewilligung (Ausweis L EG/EFTA) oder aber eine Aufenthaltsbewilligung (Ausweis B EG/EFTA) erteilt.
Unternehmer müssen bei Einreichung ihres Antrags den Nachweis ihrer Selbständigkeit erbringen. Wenn sie die Aufenthaltsbedingungen erfüllen, wird ihnen eine fünfjährige Aufenthaltsbewilligung erteilt.
Deutsche Staatsbürger, die in der Schweiz arbeiten wollen, brauchen nun keine Arbeitserlaubnis mehr. Die erforderliche Aufenthaltsbewilligung bekommen sie bei Vorlage eines Arbeitsvertrages.
Arbeitssuche und Arbeitsmarkt
Sowohl für junge Leute als auch für ältere Erwerbspersonen, die sonst oft schlechtere Arbeitsaussichten haben, stellt sich der schweizerische Arbeitsmarkt positiv dar. Es gibt allerdings spürbare Unterschiede in den einzelnen Regionen. So ist in der deutschsprachigen Schweiz der Arbeitsmarkt wesentlich günstiger als in der Westschweiz oder im Tessin.
Im Bereich des Handwerks werden zur Zeit Baufachleute, Installateure, Elektriker, Schlosser, Schmiede, Feinblechner, Raumausstatter und Polsterer gesucht. Der Bau eines Eisenbahntunnels hat eine Nachfrage nach Elektromonteuren und -installateuren, Tunnelbauern und Fernmeldetechnikern zur Folge. Im Hotel- und Gaststättenbereich sucht man Köche, Servicekräfte, Rezeptionisten und Hausdamen, im kaufmännischen Bereich nach Bank- und Finanzkaufleuten, Verkäufern, Organisatoren (besonders in den Bereichen Controlling und Logistik) und Bürokaufleuten. Auch die Erfolgschancen für IT-Fachleute, Webdesigner, Techniker, Berufe aus dem Verkehrsgewerbe und solchen der Textil- und Bekleidungsindustrie sind momentan sehr gut. Unter den Akademikern haben Ingenieure des Maschinen- und Fahrzeugbaus sowie der Elektrotechnik beste berufliche Perspektiven.
Sozialversicherung
Durch die gegenseitigen europäischen Abkommen und ihren persönlichen Arbeitsvertrag sind alle ausländischen Arbeitnehmer aus der EU in der Schweiz den Schweizer Bürgern gleichgestellt und mit den üblichen Leistungen der Kranken- Arbeitslosen-, Renten- und Unfallversicherung abgesichert.