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Arbeiten in den USA

Warum USA?
Ganz unten anfangen, das kann man auch heute noch in den Vereinigten Staaten. Der Weg „vom Pizzafahrer zum Millionär“ kann jedoch steinig werden. Wer durchhält und gute, umsetzbare Ideen hat, dazu eine ganze Portion Fachwissen, der kann es schaffen. Auf Grund der Größe des Marktes (knapp 300 Mio. Einwohner), der Vielfalt der Bevölkerungsgruppen und der klimatischen Bedingungen stehen an Fleiß und Ausdauer gewohnten Menschen viele Türen offen. Dazu kommt für Selbständige, dass die oft hinderlichen und Geld verbrauchenden behördlichen Vorschriften für neue Unternehmen nicht in dem Unmaß vorhanden sind wie im Heimatland.
Dazu kommen die positiven menschlichen Aspekte der Amerikaner: Unkompliziertheit, Offenheit, Hilfsbereitschaft, die dem Neuankömmling reiche Hilfe sein können.

Visum und Einreise
Dafür gibt es verschiedene Wege:
1. Teilnahme an der Greencard-Lotterie (siehe www.dvlottery.state.gov ), die jedem offensteht, allerdings auch berufliche Qualifikation, Bildungsstand und Englischkenntnisse berücksichtigt.
2. Einwanderung als Arbeitsbewerber, Geschäftsmann oder Investor. Die Einwanderung als Fachkraft (employment based), hier ist je nach Unterkategorie (E1 bis E5) die unterschiedliche berufliche Qualifikation entscheidend. Bei einigen Katgorien ist ein Jobnachweise erforderlich. Unter www.state.gov/documents/organization/81807.pdf ist dazu notwendige Formular DS-230 herunterladbar. Alle diese Nicht-Greencard-Teilnehmer reichen ihr Visum beim US-Konsulat in Frankfurt/M ein.
Personen, die nur einen temporären Aufnethalt planen, z.B. Teilnehmer an akademischen Austauschprogrammen, finden das passende Formular unter http://evisaforms.state.go und schicken es an das zuständige Konsulat in München, Frankfurt oder Berlin.
3. In der Kategorie „Family Based immigration“ gibt es zwei Untergruppen, über die man bei http://travel.state.gov/visa/immigrants/types/types_1306.html nachlesen kann.

Arbeitssuche und Arbeitsmarkt

Als erster Schritt nach der Ankunft steht die Beantragung einer „Social Security Card“ (SSC) an, mit der man seine Identifikationsnummer erhält. Ohne diese klappt nichts, weder Arbeitsaufnahme noch Bankkonto. Reisepass, Visum und Geburtsurkunde beim nächstgelegenen Social Security Office vorlegen.
Praktisch findet man in so gut wie allen Berufsfeldern Jobs, so dass hier auch keine speziellen Bedarfslisten gesuchter Berufe vorliegen.
Unter www.careers.org sind umfangreiche Linksammlungen zu den unterschiedlichsten Branchen und Regionen aufgelistet. Eine andere Möglichkeit ist, seinen Lebenslauf auf den dafür geeigneten websites zu publizieren und damit eine Vielzahl von Firmen zu erreichen. Man erreicht über das Internet ca. 8000 Firmen über http://www.resumezapper.com.
Bei www.careerbuilder.com und vielen anderen auch findet man punktgenau in der gewünschten Stadt Jobangebote.
www.CareerOneStop.org ist eine regierungsunterstützte website, auf der man Tipps zur Bewerbung und zu den Berufsfeldern findet. Bewerbungen über die Zeitung (heute gekoppelt mit Internet) sind empfehlenswert beiden größten US-Zeitungen: The Wall Street Journal, USA Today, The New York Times http://www.nytimes.com/pages/jobs/index.html, Los Angeles Times und die Washington Post.
Auch eigeninitiierte Bewerbungen können mitunter den gesuchten Job bringen. Hier hilft ein Blick in die Gelben Seiten und andere Firmenverzeichnisse:www.yellowpages.com, www.100hot.com , http://www.infoUSA.com

Sozial- und Krankenversicherung
Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer führen 12,4%, je zur Hälfte also 6,2% monatlich einen Sozialversicherungsbeitrag („social security tax“) ab. Die Untergrenze des Einkommens hierfür ist 55.000 $. Selbständige zahlen den ganzen Beitrag allein.
Als Arbeitsloser bekommt man – je nach Bundesstaat abweichend – etwa 50% seines letzten Einkommens etwa ein halbes Jahr lang „unemployment benefit“ (Arbeitslosenunterstützung), danach „social benefit“ (Sozialhilfe).
Es gibt in den USA keine gesetzliche Krankenversicherung, nur private. Der finanziell schwache Teil der Bevölkerung (viele Millionen) kann sich eine solche nicht leisten und auch für den Rest der Bevölkerung ist dies keine billige Angelegenheit.
Im Notfallbereich gibt es allerdings eine gewisse staatliche Hilfe für Bedürftige, die sich „Medicare“ bzw. „Medicaid“ nennen. Hiervon sind besonders Behinderte und Menschen über 65 betroffen.
Für Einwanderer, die eine Anstellung bei einer Firma gefunden haben, bietet diese oft einen günstigeren Beitragssatz in der Krankenversicherung an, da sie bei einer Versicherungsgesellschaft „groß einkauft“ (Gruppentarif).


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