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Schüleraustausch" ist ein Sammelbegriff für all die Aktivitäten, bei
denen Schüler/-innen für eine begrenzte Zeit an dem Alltags- und
Schulleben eines anderen Landes teilnehmen und dadurch eine fremde
Kultur und Lebensweise kennenlernen.
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Er kann auf zwei bis drei Wochen begrenzt sein, aber auch ein volles
Schuljahr dauern, als Gruppenfahrt im Zuge einer Schulpartnerschaft
stattfinden, oder als Einzelaustausch mit Hilfe eines gemeinnützigen,
kommerziellen oder staatlichen Veranstalters durchgeführt werden.
Schüleraustausch im klassischen Sinne beruht auf Gegenseitigkeit:
Nachdem man zeitweilig in einer ausländischen Gastfamilie gewohnt und
die dortige Schule besucht hat, erhält man nach seiner Rückkehr einen
Gegenbesuch von einem Jugendlichen aus dem Gastland.
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Aber auch wenn Jugendliche einen Teil ihrer Schulzeit im Ausland
verbringen, ohne daß sich ihre Familien zur Aufnahme eines
ausländischen Teenagers bereit erklären, trifft auf sie die Bezeichnung
"Austauschschüler" durchaus zu: Zum einen befinden sie sich während
ihres Auslandsaufenthalts in einem permanenten Kulturaustausch mit
ihren Gasteltern und neuen Freunden.
Und zum anderen tauschen sie sich nach ihrer Rückkehr mit ihren
Bekannten und Verwandten über die Lebensweise und Kultur der Menschen
des Gastlandes aus.
Im Schuljahr 2008/2009 nahmen rund 19.000 Jugendliche aus Deutschland an einem mehrmonatigen Schüleraustauschprogramm teil. Sie besuchen eine öffentliche Schule, wohnen in Gastfamilien, lernen Kultur und Alltag ihrer Wunschländer kennen, eignen sich spielerisch eine Fremdsprache an und sammeln während ihres Auslandsaufenthalts einzigartige Erfahrungen.
Um Austauschschüler zu werden, sollte man zwischen 14 und 19 Jahren alt sein und durchschnittlich mindestens befriedigende Schulleistungen erbringen. Je nach Gastland besteht die Möglichkeit, für drei, fünf, zehn oder zwölf Monate eine Highschool zu besuchen. Da in manchen Ländern Gastfamilien und Schulen bezahlt werden, und in anderen nicht, ist z.B. ein 10monatiger Schulaufenthalt in den USA, Frankreich oder Brasilien in der Regel billiger als ein halbjähriger Aufenthalt in Australien, England, Kanada oder Neuseeland. Diese Kostenunterschiede sollten bei der Wahl des jeweiligen Programms genauso berücksichtigst werden wie die Preis-Leistungs-Unterschiede der Anbieter.
Generell empfiehlt es sich, bei der Organisation eines Highschool-Aufenthalts einen deutschen Veranstalter zu wählen, der eine gleichfalls solide wie umfangreiche Beratung und Betreuung vor, während und nach dem Auslandsaufenthalt gewährleistet. Prinzipiell ist es in einigen Ländern jedoch auch möglich, auf die Dienste eines deutschen Veranstalters zu verzichten und sich direkt bei einer Highschool zu bewerben. Dabei sollten aber der Organisationsaufwand und das Problem der fehlenden Sachkenntnis (z.B. bei der Beantragung des Visums) nicht unterschätzt, und die oft nur geringfügigen Einsparungen in Relation zur dann nicht vorhandenen Betreuung gesetzt werden.
Autor: Thomas Terbeck, weltweiser