![]() |
Statistik, 27.05.2012 203 Länder, 3081 Städte 379 Agenturen & Anbieter 5082 Angebote, 367 Erfahrungsberichte |
| NEU! Wir auf Facebook |
|---|
| Studis aufgepasst! |
|---|
| Auslandszeit |
|---|
|
Mit Travellino zum Auslandsaufenthalt! |
| Werbung |
|---|
Es
gibt viele gute Gründe für einen Studienaufenthalt in Großbritannien,
den Vereinigten Staaten, Kanada, Australien, Neuseeland oder auch in
anderen Ländern der großen weiten Welt, an deren Hochschulen auf
Englisch gelehrt wird. Während des Studiums bietet sich oft die
Möglichkeit, ein oder zwei Semester im englischsprachigen Ausland zu
studieren, um ein fremdes Studiensystem kennen zu lernen,
internationale Kontakte zu knüpfen und zu reisen. Und dann ist da ja
noch die Auffrischung, Verbesserung oder Perfektionierung der
Sprachkenntnisse... Das Schulenglisch ist meist eingerostet, und nur
vereinzelt ist man an der deutschen Heimathochschule bisher über
englischsprachige Texte gestolpert oder auf Gastdozenten
angloamerikanischer Universitäten gestoßen - es sei denn, man studiert
ausgerechnet Englisch. Um später im Arbeitsalltag eine Chance zu haben
und um sich als Global Player beweisen zu können, muss - so hat man
gehört - der Lebenslauf die ein oder andere Fremdsprachenkenntnis
aufweisen. Let ´s get started: Let ´s apply at a University or College
where courses are taught and lectures are held in English!
An
diesem Punkt angekommen, sind viele deutsche Studierende zunächst
überrascht, dass sie als Zulassungsvoraussetzung einen
Englischsprachtest vorweisen müssen. Die Sprachkenntnisse können und
sollen natürlich vor Ort ausgebaut werden, eine gewisse Grundlage muss
allerdings vorhanden sein. Leider reichen die in der Schule erworbenen
Kenntnisse oftmals nicht aus, und viele Studierende müssen in Kauf
nehmen, die Sprachtests nicht beim ersten Anlauf mit der notwendigen
Punktzahl zu bestehen. Eine frühzeitige Planung des Tests und eine
intensive Vorbereitung sind deshalb meist unumgänglich. Auch aus
organisatorischen Gründen ist es wichtig, sich frühzeitig über die
bestehenden Möglichkeiten zu informieren. Die Anmeldung zum Sprachtest
sollte man zwei bis drei Monate vor dem gewünschten Testtermin in
Angriff nehmen, da die Testzentren der großen Anbieter oft langfristig
ausgebucht sind. Zudem dauert die Auswertung einiger Tests mehrere
Wochen, und das manchmal nicht vermeidbare Versenden der Ergebnisse an
die ausländische Hochschule auf dem Postweg nimmt ebenfalls Zeit in
Anspruch. Vor allem aber sollte man sich zunächst erkundigen, welcher
Test verlangt bzw. von der Gasthochschule akzeptiert wird und welche
Punktzahl erforderlich ist. Der TOEFL-Test, der IELTS-Test sowie die
Sprachzertifikate Certificate in Advanced English und Certificate of
Proficiency in English von Cambridge sind sicherlich die geläufigsten
Sprachtests, die von englischsprachigen Hochschulen als Nachweis
anerkannt werden. Die genauen Sprachanforderungen sind in der Regel den
Institutionen und Organisationen bekannt, mit deren Hilfe man seinen
Auslandsaufenthalt plant.
TOEFL
Der
Test of English as a Foreign Language, kurz TOEFL, basiert auf dem
amerikanischen Englisch und ist in die vier Bereiche Listening,
Reading, Speaking und Writing unterteilt. Mittlerweile existiert nur
noch die Internet-based Form des Tests (TOEFL iBT), den man in einem
Testzentrum des Educational Testing Service (ETS) absolviert. Insgesamt
können 120 Punkte erzielt werden; jeweils 30 pro Teilbereich. Der TOEFL
kostet derzeit 155 US$ und das Ergebnis ist nur zwei Jahre lang gültig.
Der Sprachtest kann in verschiedenen deutschen Städten abgelegt werden.
Sollten die Wunschtermine in Deutschland schon ausgebucht sein, kann
man sich auch für ein Testzentrum in einem Nachbarland (z.B. den
Niederlanden) anmelden. Auf das Zertifikat wartet man mindestens drei
bis vier Wochen, leider oft länger. Zwar ist das Ergebnis schon bald
online einsehbar, die ausländischen Hochschulen verlangen jedoch oft
einen Official Score Report, der direkt von ETS an die Universität
geschickt werden muss. Dieses Exemplar bestellt man bei ETS und
benötigt hierfür den Institution Code der Gasthochschule. (www.toefl .org)
IELTS
Dem
IELTS-Test (International English Language Testing System) liegen das
britische Vokabular und die britische Grammatik zugrunde. Bei der
Anmeldung wählt man zwischen dem Academic und dem General Training
Module; es ist wichtig, sich hierbei für das Academic Module zu
entscheiden, da nur dieses Modul von den englischsprachigen Hochschulen
akzeptiert wird. Wie der TOEFL-Test, besteht auch der IELTS-Test aus
vier Teilbereichen: Hörverstehen (40 Minuten), Leseverstehen (eine
Stunde), mündlicher Ausdruck (15 Minuten) und Schreiben (eine Stunde).
Pro Bereich können höchstens 9.0 Punkte erlangt werden. Die maximale
Gesamtpunktzahl ergibt sich aus der Durchschnittsnote der vier
Abschnitte. Der IELTS-Test hat eine Gültigkeitsdauer von zwei Jahren.
In Deutschland kostet der Sprachtest derzeit 170 € und wird vom British
Council und den Carl Duisberg Centren verwaltet. In Berlin, Bremen,
Hamburg und Leipzig wird der IELTS vom British Council angeboten. Für
die Städte Köln, Dortmund, Hannover, Mannheim, München, Radolfzell und
Freiburg ist das Carl Duisberg Centrum in Köln zuständig. Auf das
Ergebnis wartet man circa zwei bis drei Wochen. Wie beim TOEFL-Test
kann man sein Resultat direkt an die ausländische Hochschule schicken
lassen. Manchen Studierenden liegt der IELTS-Test besser als der TOEFL
und umgekehrt. Falls die Gasthochschule beide Sprachprüfungen
akzeptiert, sollte man genau überlegen, ob man mit dem britischen oder
dem amerikanischen Englisch besser vertraut ist, bevor man sich für
einen der beiden entscheidet. (www.ielts.org)
Certificate in Advanced English und Certificate of Proficiency in English
Die Tests zur Erlangung des Certificate in Advanced English (CAE) und
des Certificate of Proficiency in English (CPE) gehören zu den English
for Speakers of Other Languages (ESOL) Examinations der University of
Cambridge. Sie decken fünf Bereiche ab: Leseverständnis, schriftlicher
Ausdruck, Strukturen und Wortschatz, Hörverständnis sowie freies
Sprechen. Das Ergebnis jedes Teils macht 20% der Gesamtnote aus.
Bestanden hat man, wenn man das Ergebnis A, B oder C erzielt. Mit der
Note D oder E ist man durchgefallen. Beide auf dem britischen Englisch
basierenden Tests dauern rund sechs Stunden. Das überprüfte
Sprachniveau des Certificate of Proficiency ist etwas höher als das des
Certificate in Advanced English. Anders als das IELTS und das
TOEFL-Ergebnis verlieren die Zertifikate CAE und CPE ihre Gültigkeit
nie. Die beiden Sprachprüfungen können deutschlandweit an einer
Vielzahl von Testzentren abgelegt werden, wobei die Kosten für die
Prüfungen von Zentrum zu Zentrum variieren. Die Tests finden weltweit
an den gleichen Terminen statt, sodass es sinnvoll ist, sich
rechtzeitig über diese Daten zu informieren. Das Ergebnis wird einem
nach ungefähr sechs Wochen zugestellt. Vorbereitungsmaterialien sind
zum Beispiel im Buchhandel oder im Internet erhältlich. Oft verfügen
übrigens die deutschen Universitätsbibliotheken über Übungsmaterial
aller großen Sprachtestanbieter. (www.cambridgeexams.de)
DAAD-Test
Eine
gute Alternative zu den bisher beschriebenen Sprachexamen bietet das so
genannte DAAD-Sprachzeugnis, entwickelt vom Deutschen Akademischen
Austausch Dienst. Es gibt eine Reihe von englischsprachigen
Hochschulen, z.B. in Australien und Neuseeland, die den DAAD-Sprachtest
als Sprachnachweis anerkennen. Der Test kann in der Regel kostenlos an
der deutschen Heimathochschule absolviert werden. Das Formular erhält
man beim Akademischen Auslandsamt oder International Office und die
Prüfung selbst wird meist am Englischen Seminar oder am Sprachenzentrum
abgelegt. Der etwa einstündige Sprachtest ist in die vier Teilbereiche
Verstehen, Sprechen, Schreiben und Leseverstehen eingeteilt. Die
Benotungsskala reicht von A bis F. Von der Gastuniversität werden meist
die Noten A und B gefordert. In Bezug auf den DAAD-Test bleibt zu
beachten, dass dieser nicht für alle Hochschulen oder Programme
ausreichend ist, und dass dieses Sprachzeugnis meist nur in Kombination
mit bestimmten Englischnoten aus der Schulzeit gilt, die man über das
Abiturzeugnis nachweisen kann. Von vielen Studierenden wird der
DAAD-Test als kostengünstige und gut zu bestehende Sprachtestvariante
geschätzt. Termine können oft kurzfristig mit den Dozenten vereinbart
werden.
Neben den beschriebenen Sprachprüfungen gibt es
natürlich weitere Möglichkeiten, seine Englischkenntnisse nachzuweisen.
So brauchen Deutsche, deren Muttersprache Englisch ist, keinen Test
abzulegen. In der Regel entfällt ein Test ebenfalls, wenn man sein
Erststudium im englischsprachigen Ausland absolviert hat. Finden die
Lehrveranstaltungen des deutschen Studiums zu 100% auf Englisch statt,
können die Studenten meist eine offizielle Sprachprüfung umgehen. Auch
über Absprachen zwischen der Heimathochschule und einer
Partneruniversität sowie über fachspezifische Sonderreglungen sollte
man sich informieren.
Autor: Annike Hüske, weltweiser (Heft itchy feet)